Herpesviren – Erreger von Herpes

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By Nephron (Own work) [CC-BY-SA-3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Herpes ist eine durch Herpesviren verursachte Virusinfektion, die an verschiedenen Körperstellen auftreten kann.

Herpesviren sind extrem verbreitet und das besonders unangenehme daran ist, dass sie nach der ersten Infektion latent im Körper der betroffenen Personen verbleiben und werden dann bei entsprechenden Voraussetzungen wieder aktiv.

Sobald Herpes ausbricht, ist dies nicht nur häufig schmerzhaft und juckt, sondern es bilden sich auch noch sehr unangenehme, nicht sehr ansehnliche Bläschen.

Und natürlich tritt Herpes meistens gerade dann auf, wenn man ihn auf gar keinen Fall gebrauchen kann.

Herpes Ansteckung und Übertragungswege

Die Herpesviren sind Viren, die die Schleimhäute angreifen und durch Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Küssen, übertragen werden. Sie sind aber auch im Stuhl und im Urin zu finden.

Diese Viren bleiben nach der Erstansteckung für den Rest des Lebens in Ihnen, wenn Sie sich damit erst einmal angesteckt haben. Das bedeutet zwar nicht, dass Herpes auch bei jedem Infizierten ausbrechen muss, aber es kann jederzeit passieren.

Die meiste Zeit sind die Herpesviren in einer Art Ruhezustand und kommen erst zum Vorschein, wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist, beispielsweise bei einer Grippe, in extremen Stress-Situationen oder auch bei den Frauen, wenn die Menstruation einsetzt.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass sich die Herpesviren zeigen, wenn Sie sich vor etwas ekeln oder Sie aus einem Glas getrunken haben, aus welchem jemand mit aktivierten Herpesviren getrunken hat bzw. welches nicht genug gereinigt war.

Häufig findet die Herpes Ansteckung bereits im Baby- oder Kindesalter statt, sei es durch einen Kuss von infizierten Eltern, Großeltern etc. Aber auch wenn Eltern den Schnuller, Löffel, Flasche eines Babys abschlecken und dann dem Kind geben, können Sie bei aktiven Herpesviren zum Überträger derselben an das Kind werden.

Nicht zu vergessen, dass bei aktiven Herpesviren auch der Oralverkehr zur Weiterverbreitung der Herpesviren und damit zur Ansteckung mit Lippenherpes (Herpes labialis), Herpes im Mund oder Herpes genitalis (Genitalherpes) führt.

Die Ausbreitung der Herpesviren wollte bereits der römische Kaiser Tiberius vor mehr als 2000 Jahren verhindern, indem er ein Kussverbot für öffentliche Plätze erließ, da er einen Zusammenhang zwischen Küssen und der rasanten Ausbreitung dieser unappetitlichen Bläschen am und im Mund erkannte.

Welche Herpesviren gibt es?

Die Herpesviren unterscheiden sich in zwei verschiedene Viren, zum einen den Herpes-simplex-Virus 1 (HSV 1) und zum anderen den Herpes-simplex-Virus 2 (HSV 2).

Der HSV1 verursacht den Lippenherpes. Das sind die bekannten Bläschen, die an den Lippen, aber auch an anderen Stellen im Gesicht, wie zum Beispiel an der Nase oder auch den Ohren auftreten können.

Dann gibt es aber auch noch den Genitalherpes (Herpes genitalis), der wird durch den HSV2 ausgelöst. Es können jedoch beide Herpesviren die gleiche Erkrankung hervorrufen.

Im Grunde kann man sagen, dass der Herpes-simplex-Virus 1 oberhalb des Nabels anzutreffen ist, während der Herpes-simplex-Virus 2 unterhalb des Nabels in Erscheinung tritt.

Herpesviren sind eine Gruppe von rund 80 DNA-Viren, von denen die meisten jedoch nur bei Tieren in Erscheinung treten. Derzeit sind 8 humanpathogene Herpesviren bekannt, die in der Regel folgende Krankheiten auslösen:

  • Herpes-simplex-Virus 1 (HSV 1) – Lippenherpes ( Herpes labialis ) – Herpes an den Augen (Herpes keratitis)
  • Herpes-simplex-Virus 2 (HSV 2) – Herpes der im Genitalbereich auftritt (Herpes genitalis)
  • Varizella zoster – Windpocken (die Ersterkrankung)
  • Herpes zoster – die Gürtelrose
  • Cytomegalie-Virus – Entzündungen der Netzhaut sowie auch Infektion der inneren Organe
  • Eppstein-Barr-Virus – verantwortlich für das Pfeiffersche Drüsenfieber
  • Human Herpes Virus 6 & 7 – Dreitagefieber bei Säuglingen und Grippesymptome bei Erwachsenen
  • Human Herpes Virus 8 – Kaposi Sarkom, vorwiegend bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem mit Krebs und auch HIV Patienten, die eine spezielle Medikation bekommen

Was sind Herpesviren?

Herpesviren sind Viren, die auf die unterschiedlichste Art übertragen werden können. Hauptsächlich aber beim Küssen über die Schleimhäute.

Der Herpes-Virus existiert schon seit Jahrtausenden und es gibt ihn in vielen unterschiedlichen Variationen. Das Wort Herpes stammt aus dem Griechischen und bedeutet kriechen, kribbeln. Hippokrates benannte diese Krankheit so, da sie sich mit den schmerzhaften Bläschen bemerkbar macht. Von den acht benannten Herpesviren, sind die mit Abstand am häufigsten auftretenden Erreger die Typ HSV1 und Typ HSV2 Herpesviren.

Herpesarten und von welchen Herpesviren werden sie verursacht?

Da es viele verschiedene Herpesarten gibt, verursachen diese auch beim Menschen die unterschiedlichsten Krankheitsbilder. Die Erreger gehören zwar alle zur selben Virenfamilie, lösen aber doch viele verschiedene Krankheiten aus.

Je nachdem, welche Herpesart ausgebrochen ist, zeigt sich das Bild an verschiedenen Körperstellen, die von den bekannten Fieberbläschen an der Lippe über die Augen und Nase bis hin zu den Genitalien reichen.

Manche Herpesviren sind auch für Schäden an den inneren Organen verantwortlich. Sie können zu unterschiedlich starken Krankheitsschüben führen, welche je nach Patient unterschiedlich intensiv und häufig auftreten können.

Die Gürtelrose, die auch durch einen Herpesvirus ausgelöst wird, kann sehr starke chronische Schmerzen auslösen.

Herpes Vorkommen

Die Herpesviren treten weltweit auf und Schätzungen zufolge trägt etwa 80 – 90 % der Weltbevölkerung diesen Virus in sich. Viele wissen jedoch aufgrund fehlender Krankheitssymptome nichts davon.

Am häufigsten treten die beiden Herpes-simplex-Viren, abgekürzt als HSV 1 und HSV 2 bezeichnet,  in Erscheinung.

Herpes Ursachen und Auslöser

Wenn Sie sich erst einmal mit den Herpesviren infiziert haben, nistet sich der Virus in Ihrem Ganglion der Schädelhöhle ein und hält dort eine Art Dauerschlaf.

Wenn aber Ihr Immunsystem nicht mehr so richtig mitspielt und anfängt zu schwächeln, werden die Viren wach und setzen sich in die Schleimhäute, um dort zu wüten und die Bläschen zu bilden, die für Sie so unangenehm sind und Schmerzen verursachen.

Aber auch die Forscher sind sich immer noch nicht wirklich sicher, was das Aufflammen der Viren ausmacht, nur das die Stärkung des Immunsystems den Ausbruch verhindern kann.

Herpes Symptome

Beim Lippenherpes zählen Brennen und Jucken, sowie ein Spannungsgefühl zu den ersten Herpes Symptomen.

Danach bilden sich einige Stunden später kleine Bläschen an den Lippen oder anderen Stellen im Gesicht, die sich immer mehr mit einer Flüssigkeit füllen und beginnen, schmerzhaft zu werden. Diese Flüssigkeit aus den Bläschen ist hochansteckend.

Es dauert einige Tage, teilweise sogar bis zu 2 Wochen, bis diese Blasen austrocknen und langsam wieder weggehen.

Beim Herpes genitalis (Genitalherpes) schwellen die betroffenen Stellen im Genitalbereich an und es bilden sich ebenfalls Bläschen in diesem Bereich, die teilweise auf die angrenzende Haut übergreifen. Die betroffenen Stellen brennen und schmerzen.

In schweren Fällen kann es sogar zu weiteren Beschwerden, wie Kopf- und Muskelschmerzen, sowie Fieber kommen.

Kann man Herpes vorbeugen?

Sie können Herpesviren insofern vorbeugen, indem Sie dafür sorgen, dass Ihr Immunsystem immer stark genug ist und den Herpesviren keine Angriffsfläche bietet.

Auch gibt es Cremes, die Sie sich immer mal auf die Lippen auftragen können, damit diese immer geschmeidig und weich sind und nicht austrocknen. Denn trockene und rissige Lippen bieten dem Herpesvirus eine gute Angriffsfläche, weshalb sich der Herpes immer wieder zurück meldet.

Was hilft gegen Herpes – Behandlung

Es gibt verschiedene Salben, die in der Apotheke erhältlich sind, die dafür sorgen, dass diese Bläschen nicht zu groß werden können und Sie quälen. Diese Salben sollten Sie aber gleich im Anfangsstadium auftragen, damit der Herpesvirus sich nicht richtig ausdehnen kann.

Herpes Hausmittel

Die beliebtesten Hausmittel gegen Herpes, wenn es anfängt zu jucken und zu brennen, sind unter anderem Teebaumöl, weil dies eine desinfizierende Wirkung hat.

Auch schwarzer Tee ist ein hervorragendes Herpes Hausmittel. Den Teebeutel einige Minuten aufkochen, abkühlen lassen und dann auf die Stelle drücken. Auch hier ist die desinfizierende Wirkung sehr effektiv und kann ein weiteres Ausbreiten erfolgreich verhindern, sowie Linderung bringen.

Das Öl der Zitronenmelisse ist ebenfalls – mit einem Wattestäbchen aufgetupft – ein beliebtes Herpes Hausmittel mit einer starken Wirkung.

Unabhängig davon, für welches Herpes Mittel oder Hausmittel Sie sich letztendlich entscheiden, bei allen ist das schnelle Eingreifen wichtig, und zwar bei den ersten Anzeichen, bevor die Herpesviren sich voll entfalten und die Herpes Infektion richtig ausbrechen kann.

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