Herpes zoster (Gürtelrose) Symptome, Ansteckung und Therapie

Herpes zoster (Gürtelrose)Herpes zoster, besser bekannt unter der Bezeichnung Gürtelrose, ist eine Virusinfektion, die nur bei Personen auftritt, die bereits irgendwann mal an Windpocken erkrankt waren.

Es ist also eine Folgeerkrankung der Windpocken, die auftreten kann, wenn das Virus infolge einer Immunschwäche reaktiviert wird.

Üblicherweise nimmt Herpes zoster einen ziemlich schmerzhaften Verlauf und ist auf einen bestimmten Körperbereich begrenzt – im Gegensatz zu den Windpocken, die den gesamten Körper befallen.

Auslöser von Herpes Zoster (Gürtelrose)

Wer oder was ist dafür verantwortlich, dass die Gürtelrose ausbrechen kann? Der Erreger, der Herpes zoster auslöst, ist ein Virus, das sogenannte Varicella-Zoster-Virus. Dieser Virus gehört in die Familie der Herpesviren und ist weltweit verbreitet.

Diese Herpesviren sind zum einen verantwortlich für den Ausbruch der Windpocken bei Kindern. Etwa 90% der Jugendlichen im Alter von 14 Jahren sind Schätzungen zufolge mit diesem Virus infiziert.

Meist ab dem 40. Lebensjahr eines Menschen ist der Virus dann häufig dafür verantwortlich, wenn bei den Erwachsenen Herpes zoster, also die Gürtelrose ausbricht.

Und noch eine Fähigkeit besitzen die Herpesviren. Haben sie einmal einen Körper infiziert, dann bleiben sie lebenslang in diesem Wirtsorganismus.

Wann wird der Varicella-Zoster-Virus wieder aktiv und welche Faktoren sind dafür verantwortlich? So können krankheitsbedingte Abwehrschwächen zu einem Krankheitsverlauf kommen.

Auch das höhere Lebensalter in Verbindung mit einer zunehmenden Abwehrschwäche können schuld an einem Ausbruch von Herpes zoster sein.

Weiterhin sind Menschen, die an Diabetes leiden oder an Stress, einem Traumata oder auch Medikamente einnehmen, welche die Abwehr schwächen, einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, an Herpes zoster zu erkranken.

Herpes zoster Ansteckung

Wie allgemein bekannt, können sich Viren sehr schnell ausbreiten und auch sehr ansteckend sind. Das merkt man beispielsweise in Kindertageseinrichtungen – wenn da die Windpocken ausgebrochen sind, macht dies gleich die große Runde.

Zu einer Ansteckung mit Windpocken kann es durch Kontakt- oder Schmierinfektion kommen, allerdings ist die Tröpfcheninfektion die bedeutendste Übertragungsart, so kann man sich beim Niesen, Husten und Atmen eines an Windpocken Erkrankten infizieren.

Anders sieht es jedoch mit der Herpes Zoster Ansteckung aus. Damit kann man sich nicht als Erstinfektion anstecken, zu einer Gürtelrose kommt es nur bei einer Reaktivierung der Viren.

Während man nach den Windpocken ein Leben lang immun gegen weitere Windpocken ist, kann es dennoch zu Herpes zoster kommen, in der Regel dann, wenn das Immunsystem aus irgendwelchen Gründen geschwächt ist.

Wie bereits erwähnt, kommt es nur zur Gürtelrose, wenn die Betroffenen bereits die Windpocken hatten oder dagegen geimpft wurden. Zu Herpes zoster kommt es immer nur als Folgeerkrankung, nie als Erstinfektion.

Statistiken besagen, dass jährlich etwa 700.000 Menschen an Herpes zoster erkranken.

Herpes zoster (Gürtelrose) Symptome

Ist das Virus bei Ihnen ausgebrochen, werden Sie als eines der ersten Herpes zoster Symptome auf der Haut einen streifenförmigen Hautausschlag bemerken. Dieser äußerst schmerzhafte Hautausschlag bildet sich meist auf einer Körperseite, deren Untergrund gerötet ist.

Auf einer begrenzten Hautoberfläche bilden sich die wässrigen, teils mit Blut gefüllten Bläschen. Sie können jucken und brennen, aber meist schmerzen diese Stellen sehr heftig. Warum empfindet der Mensch aber die Schmerzen so heftig?

Schuld daran ist die Ausbreitung der Gürtelrose, denn sie breitet sich nur dort aus, wo die Haut von dem jeweils betroffenen Hirn- oder Rückenmarknerven her versorgt wird. Diese Nervenenden verursachen diese Schmerzen.

Körperlich macht sich die Erkrankung auch durch weitere Herpes zoster Symptome wie leichtes Fieber, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und den besagten Schmerzen.

Herpes zoster (Gürtelrose) Therapie

Normalerweise dauert eine Erkrankung ungefähr einen Monat, manchmal aber auch länger. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Gürtelrose behandelt wird. Und zwar unabhängig davon, ob Sie die Schulmedizin oder die Homöopathie bevorzugen.

Die schulmedizinische Therapie empfiehlt, die befallenen Hautpartien nicht zu waschen und austrocknen zu lassen. Die Herpes zoster Therapie erfolgt mit desinfizierenden und entzündungshemmenden Mitteln, wie Zinkpaste, Kaliumpermanganatlösungen oder Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir.

Eine intravenöse Behandlung erwägt man, wenn das Rückenmark, die Ohren oder sogar die Augen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Außerdem sind starke Schmerzmittel notwendig.

In der Homöopathie setzt man bei der Herpes zoster Therapie auf die Stärkung des Immunsystems durch viel Bewegung an der frischen Luft und Verabreichung von Vitamin B.

Des Weiteren wird mit pflanzlichen Immunmodulatoren und entgiftenden, ausleitend wirkenden Heilpflanzen gearbeitet, die den Stoffwechsel günstig beeinflussen. Auch analgetisch wirkende Schlangengifte haben sich bei der Behandlung durchaus bewährt.

Wird der Herpes zoster nicht behandelt, kann es zu Komplikationen kommen, besonders dann, wenn der Erkrankte unter einer ausgeprägten Immunschwäche leidet. Dann ist es möglich, dass sich die Gürtelrose auch auf die inneren Organe ausbreitet und lebensgefährliche Situationen verursacht.

Gefürchtet sind dann Erkrankungen wie Meningitis und Enzephalitis, die zwar selten sind, aber dennoch auftreten können. Herpes zoster bzw. die Gürtelrose kann auch akute Nervenentzündungen hervorrufen, die manchmal auch chronisch werden können.

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